Die Geschichte des Kinos

Das Savoy ist wohl eines der beliebtesten Kinos in Schleswig-Holstein und hat eine spannende und durchaus turbulente Geschichte. Wie aber hat die Geschichte der Kinos überhaupt begonnen? Wir starten unsere Entdeckungsreise im Schifffahrtmuseum Kiel und landen in Bordesholm in einem der schönsten Programmkinos.

Die Anfänge

Nun ist Kiel nicht der Geburtsort des internationalen Kinos. Was man hier im Schifffahrtsmuseum aber bewundern kann, ist der Vorläufer der bewegten Bilder und sozusagen auch der Lichtspielhäuser. Denn angefangen hat alles mit Darstellungen auf Jahrmärkten oder in kleinen Schaubuden. Das beginnt in der   Mitte des 19. Jahrhunderts. Besonders populär werden die stereotypischen Darstellungen, die es erlauben, durch zwei Gläser Bilder dreidimensional zu bestaunen. August Fuhrmann, ein deutscher Unternehmer, erfindet dazu bis 1880 dieses „Kaiserpanorama“, was man eben so auch im Kieler Schifffahrtsmuseum bestaunen kann.

Diese Entwicklung spornt auch den Amerikaner Thomas Alva Edison an, der für seine Erfindungen im noch jungen Bereich der Elektrizität bekannt ist. Er läßt von seinem Chefingenieur William Kennedy Lauro Dickson in den Jahren 1891 + 1892 den ersten Filmbetrachter, ein Kinestokop, konstruieren. Nun ist es möglich, dass ein Mensch einen kurzen Film anschauen kann.

Schnell verbreitet sich dieser Schaukasten über die gesamte USA, doch kreative Köpfe denken und experimentieren schon weiter.

Als die Bilder laufen lernen

Es sind die Fotoindustriellen Auguste Marie Louis Nicolas Lumiére und sein Bruder Louis Jean Lumière, welche dann mit ihrer Cinématographe ein Gerät auf den Markt bringen, mit dem man Filme aufnehmen, kopieren und zeigen kann.  In Paris der entscheidende Durchbruch der Filmgeschichte. Für 12 Monate haben sie den „Salon Indien“ im Grand Café für in einen kleinen Kinosaal umgebaut und starten mit der Vorführung am 28. Dezember 1895.

Doch bereits zuvor präsentiert ab dem 20. Mai die Familie Latham ein vereinfachtes Kinoerlebnis im New York und ab dem 01. November 1895 die Brüder Skladanowski im Berliner Wintergarten des Centralhotels in der berühmten Friedrichstraße zum Abschluss einer jeden Varieté-Vorstellung einen kurzen Film.

Allerdings verbreitet sich das System der Brüder Lumière am schnellsten. Kurze Dokumentarfilme, Alltagsszenen oder gespielte Witze entstehen in Schwarz-Weiss und ohne Ton und kaum länger als 60 Sekunden. Eine Anzahl von 15 Aufnahmen pro Sekunde sorgen für fast flimmerfreie Filme, sie werden aber bis zur Entwicklung des Tonfilmes auf 30 Bilder pro Sekunde steigen. Gezeigt werden sie nach wie vor auf den populären Jahrmärkten, in Hotels und Theatern, aber auch den kleinen sogenannten Schaubuden. Über das Land ziehen Wanderkinos.

Ab etwa 1900 entstehen feste Kinosäle, die bis zum Beginn des ersten Weltkrieges eine große Flächendeckung erreichen. Ihre Architektur lehnt sich an an die großen Theater und Opernhäuser.  Das erste Kino in Deutschland eröffnet am 25. April 1896 in Berlin, Unter den Linden 21. Nun begnügt sich das Publikum aber schon einige Zeit nicht mehr mit den gezeigten Kurzfilmen, das Drehbuch, professionelles Schauspiel und eine professionelle Filmproduktion halten Einzug. Bereits ab 1899 wird im Berlin in den Filmstudios Babelsberg  erfolgreich gedreht. International berühmte Produktionen werden hier in Zukunft entstehen und so gilt das Studio Babelsberg als die erste Filmproduktionsstätte weltweit.

Filmlänge und Vertonung

 

 

 

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